Rechtsfragen und eLearning

Rechtliche Fragestellungen spielen bei der Konzeption und Realisierung von eLearning Angeboten eine wichtige Rolle. Dies betrifft insbesondere die Frage, welche Materialien urheberrechtlich geschützt sind und was bei der Verwendung von Fremdmaterialien (Texte, Grafiken, Bilder, Videos) und der öffentlichen Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung i.S.d. § 52a Abs. 1 UrhG zu beachten ist.

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Bei der Nutzung fremder Materialien (z.B. bei der Erstellung von Lehrmodulen in Blackboard), ist generell davon auszugehen, dass diese rechtlich, zum Beispiel durch das Urheberrecht oder das Patentgesetz, geschützt sind. Texte, Grafiken, Skizzen, Bilder und Fotografien unterliegen dem Urheberrecht, das heißt, dass grundsätzlich nur der Urheber der Werke berechtigt ist, über seine Werke zu bestimmen.

Schrankenregelungen

Bei Blackboard handelt es sich um eine geschützte Lernplattform. Nur Mitglieder der Charité und der FU Berlin haben dort Zugriff; zusätzlich können einzelne Kurse in Blackboard mit einem Passwortschutz versehen werden, so dass sie nur Teilnehmern bestimmter Veranstaltungen zugänglich sind. Diese Eigenschaften machen es möglich, vom Gesetzgeber vorgesehene Beschränkungen des Urheberrechts anzuwenden. 

Das Urheberrecht sieht hier zwei relevante Ausnahmen („Schrankenregelungen“) vor, die es gestatten, fremde Materialien ohne die ausdrückliche Zustimmung des jeweiligen Urhebers zu verwenden:

  • Zitatrecht (§51 UrhG)
  • Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung (§52a Abs. 1 UrhG)

Hier finden konkrete Hinweise zur Einstellung von Materialien in Blackboard.

Gegenwärtig vollziehen sich in Zusammenhang mit dem § 52a einige Veränderungen:

Die Bundesregierung hat den vom Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft beschlossen. Zum 1. März 2018 tritt das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) in Kraft.

Die aktuellen Entwicklungen sind auf der Informationsseite der FU Berlin zum § 52a Urheberrechtsgesetz einzusehen.