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Rechtsfragen und eLearning

Rechtliche Fragestellungen spielen bei der Konzeption und Realisierung von eLearning Angeboten eine wichtige Rolle. Dies betrifft insbesondere die Frage, welche Materialien urheberrechtlich geschützt sind und was bei der Verwendung von Fremdmaterialien (Texte, Grafiken, Bilder, Videos) und der öffentlichen Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung zu beachten ist.

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Bei der Nutzung fremder Materialien (z.B. bei der Erstellung von Lehrmodulen in Blackboard), ist generell davon auszugehen, dass diese rechtlich, zum Beispiel durch das Urheberrecht oder das Patentgesetz, geschützt sind. Texte, Grafiken, Skizzen, Bilder und Fotografien unterliegen dem Urheberrecht, das heißt, dass grundsätzlich nur der Urheber der Werke berechtigt ist, über seine Werke zu bestimmen.

Schrankenregelungen

Das ab dem 1. März 2018 geltende „Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz“ (UrhWissG) sieht für Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen bestimmte Ausnahmeregelungen („Schranken") vor. Schranken ermöglichen es, urheberrechtlich geschützte Werke zu verwenden, ohne eine Erlaubnis von Urhebern oder Verlagen einholen zu müssen. 

Wie geschützte Werke an Unis und Schulen, in Bibliotheken, Archiven und Museen genutzt werden dürfen, regeln sechs Abschnitte (Paragraf 60a bis 60f) des Urheberrechtsgesetzes. Erlaubt werden darin bestimmte Nutzungen, z.B.: 

  • zur „Veranschaulichung des Unterrichts und der Lehre“,
  • zur Herstellung von Schulbüchern und anderen Lehrmedien,
  • zur wissenschaftlichen Forschung

Diese Regelungen gelten zunächst für fünf Jahre, bis zum 1. März 2023.

Schrankenregelungen legen u.a. fest, wann und wie geschützte Werke erlaubnisfrei für Unterricht und Lehre verwendet werden dürfen. Voraussetzung ist, dass dabei nicht-kommerzielle Zwecke verfolgt werden.

Blackboard

Bei Blackboard handelt es sich um eine geschützte Lernplattform. Nur Mitglieder der Charité und der FU Berlin haben dort Zugriff; zusätzlich können einzelne Kurse in Blackboard mit einem Passwortschutz versehen werden, so dass sie nur Teilnehmern bestimmter Veranstaltungen zugänglich sind. Diese Eigenschaften machen es möglich, die o.g. Ausnahmregelungen anzuwenden. 

 

Welche Materialien in welchem Umfang in der Hochschullehre elektronisch zur Verfügung gestellt werden dürfen, finden Sie in den im Folgenden dargestellten Informationen. 

Informationen zum neuen Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG)

Unter folgendem Link finden Sie einen umfangreicheren Leitfaden: „Rechtsfragen zur Digitalisierung in der Lehre“.

Auf der Webpräsenz des Bundesministerium für Bildung und Forschung finden Sie aktuelle Informationen zum Thema 'Urheberrecht in Wissenschaft und Lehre' mit einem FAQ.

In wenigen Stichpunkten hat die Rechtskommission des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv) eine unverbindliche Handreichung zum UrhWissG veröffentlicht. Anhand der W-Fragen sind die Neuregelungen zum elektronischen Semesterapparat in den §§ 60a, 60g und 60h systematisch aufbereitet. Die Tabelle steht unter der Lizenz CC-BY-4.0Hier finden Sie das PDF-Dokument.  

Eine visuelle Übersicht bietet das Schaubild von Anne Fuhrmann-Siekmeyer von der Universität Osnabrück. Mittels grünen und roten Formen ist dargestellt, welche Materialien in der Lehre zur Verfügung gestellt werden dürfen und unter welchen Bedingungen, sowie Materialien, die in der Regeln nicht verwendet werden können.  Die Info-Grafik steht unter der Lizenz CC BY-SA und ist hier zu finden. 

Das niedersächsische eLearning-Netzwerk ELAN hat ein Erklärvideo für Lehrende erstellt.

Klicken Sie auf das Bild, um die Übersicht zu vergrößern. (CC-BY-SA Anne Fuhrmann-Siekmeyer, Universität Osnabrück; angepasst von eLearning-Arbeitsgruppe TU Darmstadt; Stand: März 2018)

Erklärvideo für Lehrende

Im Erklärvideo zu § 60a UrhG wird gezeigt, wie urheberrechtlich geschützte Inhalte Studierenden rechtskonform bereitgestellt werden dürfen.